Bei der Neuinstallation meines Notebooks habe ich mich entschlossen mal wieder zu experimentieren: Ubuntu Unity sollte es werden.
Zuerst einmal sieht das ganze nett aus. Gerade bei Widescreen-Auflösungen macht die Aufteilung sinn und man spart wirklich Platz. Gewöhnungsbedürftiger ist die Integration der Menüleiste des aktiven Fensters in das obere Panel. Klar - man spart Platz, aber hat größere Mauswege. Insbesondere weil etliche Funktionen nicht mehr Shortcut erreichbar sind..
Auch das Gnome-Tool zum Konfigurieren der Netzwerkverbindungen kann mehr als das Plasma-Applet: IPv6-Support

Gut gefällt mir die Integration der Anwendungen in das Systray - keine tausend Icons für Chat, Mails und RSS.
Nachdem ich mit dem Unity-Customizer mir die Shortcuts angepasst hatte, konnte ich auch einigermaßen normal mit dem System arbeiten. Nur nach zwei Wochen stelle ich fest, dass es nicht wirklich das ideale auf Dauer ist.
Zuerst einmal hängt sich Unity regelmäßig auf. Keine Reaktion mehr auf Shortcuts oder Mausklicks. Da hilft dann nur ein Logout und erneuter Login

Der mitgelieferte Chatclient Empathy ist zwar nett, aber mir fehlen zum einen die Einstellungsmöglichkeiten und zum anderen nervt das Teil über angeblich kaputte SSL-Zertifikate - immer und immer wieder.
Wenn ich Musik hören will und auf Play drücke, startet erst der Banshee-Player. Dann öffnet sich das Fenster und kann nun wieder geschlossen werden - dann läuft die Musik auch im Hintergrund weiter..
Ich glaub über Evolution muss ich garnicht erst reden. Das habe ich nach kurzer Zeit wieder runtergeworfen und durch Thunderbird ersetzt.
Im großen und ganzen war es ein nettes Experiment aber ich werd wieder zurück zu KDE gehen..