Manchmal stelle ich mir die Frage was sich manche Kommilitonen bei ihrer Abschlussarbeit denken.
Heute hatte ich wieder eine Arbeit in den Fingern, die in meinen Augen einer Master-Arbeit nicht würdig war. Mit einem Auge zu wäre es eine Bachelor-Arbeit geworden, aber selbst dort wäre es keine tolle Note gewesen. Dabei meine ich jetzt nicht die Grammatik- und Rechtschreibefehler oder gar fehlerhafte Setzung und halbvolle Seiten sondern in meinen Augen wirkliche Fehler.
Wie kann man über ein Thema schreiben und nicht auf die reichhaltigen Veröffentlichungen des Herstellers eingehen oder wenigstens im Literaturverzeichnis auflisten?
Wie kann man übersehen, dass man bei einem halben Jahr Bearbeitungszeit die Quellen aus dem Internet mit Abrufdatum vom letzten Jahr angegeben hat?
Warum werden so viele Behauptungen aufgestellt und nicht mit Quellenangaben belegt oder selbst bewiesen?
Aber viel wichtiger: warum sind in der Arbeit nur bekannte Techniken beschrieben worden - quasi als Anleitung. Bei den Grundlagen wurden dann echte sachliche Fehler eingebaut, keine weiterführenden Gedanken aufgebaut und quasi als i-Tüpfelchen im Fazit neue Tatsachen erwähnt.
Das ist für mich keine wissenschaftliche Arbeit.
Wie kann da trotzdem noch eine "gute" Note rumkommen?
Damit ich nicht weiter fassungslos rumsitzen muss, habe ich mir eben erstmal eine andere Arbeiten geben lassen. Eine bei der das Lesen Spaß machen soll - und nach erstem Blättern ist dem auch so
Also nun erstmal afk - Arbeit lesen.