Monday, August 30. 2010Bewertungsmaßstäbe
Manchmal stelle ich mir die Frage was sich manche Kommilitonen bei ihrer Abschlussarbeit denken.
Heute hatte ich wieder eine Arbeit in den Fingern, die in meinen Augen einer Master-Arbeit nicht würdig war. Mit einem Auge zu wäre es eine Bachelor-Arbeit geworden, aber selbst dort wäre es keine tolle Note gewesen. Dabei meine ich jetzt nicht die Grammatik- und Rechtschreibefehler oder gar fehlerhafte Setzung und halbvolle Seiten sondern in meinen Augen wirkliche Fehler. Wie kann man über ein Thema schreiben und nicht auf die reichhaltigen Veröffentlichungen des Herstellers eingehen oder wenigstens im Literaturverzeichnis auflisten? Wie kann man übersehen, dass man bei einem halben Jahr Bearbeitungszeit die Quellen aus dem Internet mit Abrufdatum vom letzten Jahr angegeben hat? Warum werden so viele Behauptungen aufgestellt und nicht mit Quellenangaben belegt oder selbst bewiesen? Aber viel wichtiger: warum sind in der Arbeit nur bekannte Techniken beschrieben worden - quasi als Anleitung. Bei den Grundlagen wurden dann echte sachliche Fehler eingebaut, keine weiterführenden Gedanken aufgebaut und quasi als i-Tüpfelchen im Fazit neue Tatsachen erwähnt. Das ist für mich keine wissenschaftliche Arbeit. Wie kann da trotzdem noch eine "gute" Note rumkommen? Damit ich nicht weiter fassungslos rumsitzen muss, habe ich mir eben erstmal eine andere Arbeiten geben lassen. Eine bei der das Lesen Spaß machen soll - und nach erstem Blättern ist dem auch so Also nun erstmal afk - Arbeit lesen. Sunday, August 29. 2010Projekt: Freier Blick auf die Strasse
Bei meinem kleinen Renault Clio steht mal wieder ein Scheibenwischerwechsel an - die alten sind einfach fertig und lösen sich auf der Beifahrerseite schon auf.
Nach ein wenig Suchen entschied ich mich für die Bosch Aerotwin. Einmal weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Markenscheibenwischer deutlich länger halten und auch im Alter besser wischen. Außerdem brauche ich wieder Wischerblätter mit Spoiler und mich reizt die neue Form ohne Metallverstrebung über dem Gummi.. Als dann began die Suche nach dem passenden Modell. Zuerst einmal hing ich im News-Bereich der Bosch-Homepage zu dem Scheibenwischer fest. Dort gibt es zwar Links wie "Erfahren Sie mehr über die Aerotwin-Wischblätter von Bosch" aber keine Links zu dem echten Produkt... Nur über Kfz-Teile -> Scheibenwischer komme ich zu den interessanten Seiten. Aus dem Autozubehör kennt man ja die ewig langen Listen mit allen Fahrzeugmodellen und den passenden Scheibenwischern. Anstatt mir im Internet die Suche zu erleichtern, bekommt man bei Bosch genau diese Liste als PDF-Dokument zum Download. Also brauche ich ein "AR 503 S" bzw "A 503 S" - nur was ist der Unterschied zu beiden Produktnummern? Irgendwann fand ich die Boschseite die mir die Produktnummer erklärte: ARxxxS --> Aerotwin zur Nachrüstung Damit startete die Suche nach einem Händler. Das Problem: bei Amazon gibt es das passende Modell für mein Auto nicht. Bei Ebay gibt es ein paar Angebote für Neuware, aber bei dem einen Händler ist der Preis zu hoch und beim anderen stimmen die Kompatibilitsangaben nicht. Nun war gestern mein WG-Kumpel unterwegs und hat für sein Auto sich auch solche Scheibenwischer geholt. Die Berater im Baumarkt wussten auch nicht bescheid und haben mal A und AR geöffnet. Angeblich war kein Unterschied zu sehen... Jetzt werde ich dann wohl auch mal in einen lokalen Markt gehen und hoffen, dass ein AR503S verfügbar ist.. Ich frag mich nur warum das ganze so kompliziert sein muss. Bei vielen Online-Shops ergibt nicht mal die Suche nach Fahrzeug Schlüsselnummer eine passende Auswahl. Da wird dann der Scheibenwischer garnicht erst angeboten obwohl er eigentlich im Shop verfügbar ist... Thursday, August 26. 2010Sicherheit & Updates
Heute war mal wieder so ein Tag wo ich mir dachte was das eigentlich soll.
Durch einen Zufall habe ich mitbekommen, dass dstat - ein eigentlich überaus nützliches Tool, aus dem aktuellen Verzeichnis den Ordner Plugins lesen will. Wie der Zufall es halt wollte, führte ich dstat in einem Verzeichnis aus, das ich in einer anderen SSH-Session schon gelöscht hatte und bekam eine Fehlermeldung.. Ein kurzer Blick in den Sourcecode brachte dann die Erklärung:
Weiter unten im Code stand dann endgültig fest, dass diese dstat-Version aus dem aktuellen Verzeichnis Code nachlädt und ausführt. Ein kleiner Check und der Demo-Exploit wurde einem Kollegen auf seinem System vorgeführt (so schnell bekommt man Root-Rechte auf einem Server...). Wie oft kommt es schon mal vor, dass man als root dstat in /tmp oder anderen Verzeichnissen ausführt Dann began die Suche, ob nicht schon jemand diesen eklatanten Bug gefunden hat. In der Tat wurde schon Ende 2009 Debian über ein Advisory auf diese Lücke aufmerksam gemacht. Man liest weiter und ich jedenfalls staune nicht schlecht, dass diese Lücke nur in unstable gefixt wurde, aber weder in stable noch in oldstable. dstat (PTS) Also: warten auf das Update und solange dstat vorsichtig benutzen.. Natürlich ist es klar, dass man kein Versionssprung einbringen will, aber der Fix gegen die verwendete Version ist nun wirklich trivial. Ich befürchte eher, dass irgendwo im Patch-Prozess der Bug aufgrund der neuen Version in unstable zu schnell geschlossen wurde und dann nicht die Schritte für ein Fix in stable angegangen wurden Tuesday, August 24. 2010Anonyme Bewerbungen
Seit einigen Tagen geistert ja die Idee der anonymen Bewerbungen durch die Politik.
Das ganze erinnert mich an meine Zeit als Studierender in einer Berufungskommission für eine neue Professorenstelle. Deswegen kenne ich auch die andere Seite einer Bewerbung - das Auswahlverfahren. Aus genau diesem Grund aber bin ich so verwundert warum sich Interessengruppen noch nicht groß in die Diskussion über die anonymen Bewerbungen eingemischt haben. Wie für jeden offensichtlich ist, herrscht an unserem Fachbereich ein Frauenmangel - sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Professoren. Wenn man diesen Mangel nun beheben möchte, muss man doch eigentlich mehr Frauen einstellen. Also quasi das Ungleichgewicht auf der aktuellen Beschäftigungsseite mit einem Vorteil für Frauen im Bewerbungsverfahren kompensieren (das gleiche gilt natürlich auch für andere Gruppen). Natürlich immer unter der Maßgabe der gleichen Qualifikation. Aus genau diesem Grund kenne ich bei unseren Stellenausschreibungen folgenden Anhang: An der Hochschule Darmstadt besteht ein Frauenförderplan. Im Rahmen der tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und der gesetzlichen Maßgabe, die Unterrepräsentanz von Frauen innerhalb des Geltungsbereichs des Frauenförderplans zu beseitigen, ist die Hochschule Darmstadt an der Bewerbung von Frauen besonders interessiert. Sollte also ein solcher Ansatz auch bei uns an der Hochschule zum Einsatz kommen, würden auf einmal während der Sichtung alle Beauftragten ausgeschlossen werden. Vielleicht sogar ein angenehmer Aspekt, aber es würde die ganze Diskussion auf einen späteren Termin verlagern. Vielleicht sogar noch schlimmer - wenn ich bei einer Frau eine Lücke im Lebenslauf finde ist das ok, aber bei einem Mann macht man sich schon Gedanken (sehr wenige nehmen ja Vaterschaftsurlaub). Welche Personaler würde dann nicht gleich alle Bewerbungen mit Lücken bei der Vorselektion rauswerfen? Und er muss nicht mal Angst vor der Frauenbeauftragten haben - immerhin kennt er das Geschlecht ja nicht und wirft auch Männer aus. Außerdem halte ich das ganze nicht überall für praktikabel. Wenn ich eine Liste der Bewerber und die Hand bekomme, dann steht da bei Professoren ihr Promotionsthema. Das ist recht eindeutig und nicht so leicht zu anonymisieren. Die Prioritätenliste steht sowieso erst nachdem die Bewerbungsgespräche geführt wurden. Somit ist die Forderung nach anonymen Bewerbungen (bzw. anonymen Bewerbungsverfahren) für mich nur eins: der Vorwurf man würde unfair selektieren. Abgesehen von Vitamin B was weiterhin möglich sein wird, ändert sich also in meinen Augen nicht viel. Das eigentliche Problem (zumindestens im akademischen Bereich bei naturwissenschaftlichen Fächern) ist doch ein anderes: wir haben viel zu wenige weibliche Absolventen oder gar schon viel zu wenige Studienanfängerinnen. So wundere ich mich nicht, dass sich zu wenige Frauen auf eine Professorenstelle bewerben. Wenn dann die passende Qualifikation gegeben ist, habe ich nichts gegen eine weitere Professorin am Fachbereich Neue alte Hardware
Wie überall kommt es bei mir auf der Arbeit auch vor, dass man sich nur noch an den Kopf greifen kann. Über das meiste darf ich leider nicht schreiben, so dass nur einzelne, gefilterte Artefakte ab und zu von mir gebloggt werden.
Heute mittag kam eine erwartete Lieferung an - Network Management Cards von APC. Mit diesen kleinen Einbaukarten kann man die USVs über das Netzwerk verwalten. Sehr nützlich wenn man viele USVs über mehrere Gebäude verteilt hat und nicht immer einen Server zur Hand der die USV über die serielle Konsole abfragen kann. Nach dem üblichen Einbauprozedere (USV ausschalten und stromlos machen) stellte ich beim Konfigurieren fest, dass ich mich nicht an der Karte anmelden konnte. Standardmäßig kommt man mit apc/apc rein - nur diesmal nicht. Jedenfalls keine große Gedanken darüber gemacht und um schnell weitermachen zu können, die Passwort Reset Anleitung von APC gesucht. Kurz danach war ich auf die Karte verbunden und wunderte mich um so mehr. Im Gegensatz zu den bislang eingebauten Karten fand ich eine fertige Konfiguration unter einer alten Firmwareversion vor. Die erste Karte meldete sich mit: Name : V0299001 und weiter mit folgender Netzwerkkonfiguration: Network started. Manual settings are in use. Bei einer zweiten Karte zeigte sich dasselbe Bild: eindeutig eine gebrauchte Karte. Sehr interessant war dann ein Blick auf "About System": Manufacture Date : 11/14/2003 Mit Blick auf diese Daten und Verkauf der Karten als "Bulk" kriegt der Händler jetzt Ärger. Merke: IPMI ist kein OOB Management
Gerade habe ich mal wieder festgestellt wie schön früher die Server mit eigener, dedizierter Management-Netzwerkkarte waren. Halt echtes Out-Of-Band Management (OOB) - solange Strom da war, konnte man sich einloggen und den Server verwalten (was mit IPMI so alles machbar ist, findet man z.B. hier: "Managing Dell PowerEdge Servers using IPMItool").
Heutzutage haben die Server die ich benutze (Dell) ein IPMI-Modul, das über die die normale onBoard-Netzwerkkarte angesteuert wird. Nachdem der alte Treiber im 2.6.26er Kernel Probleme mit dem IPMI hatte, klappte nach einiger Zeit alles unter 2.6.32. Nun wollte ich noch beide Netzwerkkarten bündeln - da ich nicht mehr vor dem Rechner stand, war natürlich die Überlegung dies über die IPMI Serial over LAN (SOL) Schnittstelle zu tun. Im Hinterkopf hatte ich: da kann ich ja die Netzwerkdevices runterfahren, weiterarbeiten und wieder als Linux-Bonding hochfahren. Also SOL geöffnet: ipmitool -I lanplus -a -U root -H und angefangen zu arbeiten.. Leider war der Traum zu schön: ifconfig eth0 down ... und der Server war nicht mehr erreichbar - inkl. IPMI SOL Scheinbar fährt der Treiber bzw. Linux-Kernel die Netzwerkkarte so runter, dass kein IPMI mehr geht. Ein eingstelltes Failover auf die zweite NIC scheitert auch offensichtlich... So arbeite ich dann erst morgen am Server weiter Sunday, August 22. 2010Öffentlichkeitsarbeit
Aua, liest denn keiner in unserer Hochschule die Texte bei Wikipedia gegen?
Hochschule Darmstadt is a reputed institute and it has remained on the numero UNO on DAAD rankings list closely rivaled by Hochschule Karlsruhe. Maintaining its reputation in the specializations of Microelectronics and Robotics, the Hochschule has contributed to some of the major industrial developments in Germany, including REIS, Mitsubishi Robot modules. also it is very good for telecommunication.many company are visited in HS ?darmstadt such as T-Mobile, NSN Auch gut eine Bildunterschrift: View of the 'Hochhaus' (high building), Administrative Building Weiter unten dann auch mal ein Satz auf Deutsch: Projekte im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik Ich glaub morgen muss mal eine Mail an unsere Internationalitätsabteilung raus Wednesday, August 18. 2010Nichtlustige T-Shirt-Motive
Seit einiger Zeit wollte ich bei Nichtlustig bestellen. Ich konnte mich nur die ganze Zeit nicht überwinden etwas auszusuchen.
Danke der Gamescom gibt es nun aber neue Motive und mein Konto ist ein gutes Stück leerer Konkret wurden es zwei T-Shirts, ein Yeti zum Knuddeln, ein paar Aufkleber und eine Tasse Zwar sind die Sachen alle ein wenig teurer, aber hey - ich bekomme regelmäßig einen witzigen Cartoon frei Haus geliefert... Arbeiten auf einer Baustelle
Seit Anfang des Monats starten endlich die Bauarbeiten am Gebäude D10. Wer die letzten Wochen nicht mehr in der Hochschule war wird überrascht sein wie das ehemalige Druckergebäude mittlerweile aussieht:
Ich musste schon mein Büro räumen und hausiere gerade im InCarMultimedia-Labor. Leider ist es auch dort ein wenig lauter. Ansonsten ist nur noch die Frage offen ob die Umbauarbeiten bis Vorlesungsanfang beendet sind - wenigstens im Bereich der Labore. Da der Haupteingang wohl nicht fertig sein wird, müssen die Studis immerhin schon mal einen großen Umweg machen - da sollten dann wenigstens die Labore nutzbar sein Eine Lektion: auch mal Projekte gegen die Wand fahren lassen
Bei dieser Sache bin ich zweigespalten. Grundsätzlich bin ich jemand der gerne hilft - insbesondere wenn ich sehe, dass etwas schief läuft.
Irgendwann stellt man aber fest, dass diese Verhaltensweise gleich mehrfach kontraproduktiv ist. Zuerst einmal stellt man fest, dass diejenigen, die Arbeit "wegschaffen", immer mehr Arbeit aufgehalst bekommen. Man könnte fast sagen, dass die Arbeit geradezu von denen angezogen wird. Zum anderen ändert sich bei so einer Aufgabenverdrängung nichts am grundsätzlichen Problem. Selbst wenn man auf dieses Problem aufmerksam macht, wird die Arbeit aus Sicht der Vorgesetzten immer noch erledigt. Am Ende steht man selber noch als der Buhmann da weil man auf eigentlich offensichtliche Probleme aufmerksam macht. Also kommt man - wie ich - irgendwann zum Entschluss, dass nicht immer alles so laufen muss wie es eigentlich könnte. Als ich das dann einem Professor erzählte, sagte er da draufhin "Glückwunsch - ich habe das erst später gelernt". Eigentlich ist das schade - weil im Endeffekt kommt es fast immer zum Punkt Geld. Projekt XY wird gegen die Wand fahren und ein paar Tausend Euro Schaden verursachen? "Nicht mein Zuständigkeitsbereich".. Diese Antwort fand ich früher immer blöd - jetzt kann ich sie verstehen. Solange man als Angestellter nicht den Anreiz hat das zu retten - warum sollte man es tun? Natürlich ist das gerade in kleinen Firmen anders, aber sobald die Firma eine gewisse Größe erreicht wo der Chef nicht mehr alles überblicken kann, kann sowas schnell entstehen. Dennoch tut es einfach weh wenn man manche Projekte sieht... Nach den Klausuren
Nach längerer Schreibpause gibt es mal wieder was zu Lesen. Das letzte Semester war vom Inhalt sehr interessant - nur leider sind die Klausuren nicht ganz so gut gelaufen.
Bei "Compliance und IT-Sicherheit" kam nur eine 2,0 raus und im Seminar "Personalführung und Arbeitsorganisation" nur eine 1,7. Enttäuscht war ich aber von "Einführung neuer IT-Lösungen in Großunternehmen". Die Vorlesung hat mir eigentlich am meisten Spaß gemacht, aber bei der Klausur fragte ich mich bei einigen Fragen was er da eigentlich hören will. Somit kam es dann auch nur zu einer 2,7 - meine bislang schlechteste Note im Master Da passte Stil der Lehrveranstaltung nicht mit der Prüfungsart - eigentlich wäre die Seminarform viel besser geeignet. Ich sehe das ganze aber recht locker weil ich einen von vier T-Scheinen geschrieben habe. Ich hatte eigentlich mit einer 4,0 gerechnet und auch dementsprechend gelernt. Als dann die Noten kamen war ich über die 2,3 in "Grundlagen und Implementierung moderner Public-Key-Algorithmen" so zufriedenen, dass mir die anderen Noten dann egal waren Jetzt fehlen mir noch zwei T-Scheine, zwei Seminare sowie das Projekt Systementwicklung. Inklusive der Masterarbeit bin ich quasi zwei Semester von meinem Master-Abschluss entfernt
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